Freitag, 30. Januar 2026: Mut zur Zukunft

Diese Woche fühlt sich wieder einmal nach Gleichzeitigkeit an. Globale Krisen, geopolitische Spannungen, harte Brüche und eine politische Sprache, die vielerorts rauer wird. Dinge, die weit weg erscheinen, aber spürbar bis in unseren Alltag und in die Kommunen hineinwirken.

Vor diesem Hintergrund greife ich im dieswöchigen Rückblick auch das Thema #WeRemember auf. Nicht als Pflichtmoment des Erinnerns und nicht rückwärtsgewandt. Sondern als bewusste Verortung im Heute. Erinnerung ist eine Haltung. Sie macht deutlich, wohin Ausgrenzung, Entmenschlichung und das schleichende Verschieben von Grenzen führen können. Und sie erinnert daran, dass Verantwortung nicht abstrakt ist, sondern konkret – auch auf kommunaler Ebene. In der Art, wie wir diskutieren, entscheiden und miteinander umgehen.

Gerade jetzt, wo weltweit politische Gewissheiten ins Wanken geraten und Führung zunehmend über Abschottung und Vereinfachung definiert wird, ist diese Haltung kein Selbstläufer mehr. Sie muss immer wieder neu gelebt werden – auch in Städten wie Wilhelmshaven.

In diesen Zusammenhang passte für mich auch der gestrige Neujahrsempfang der Marine, der Empfang des Standortältesten. Ich habe dort einen sehr klaren Wunsch wahrgenommen – den Wunsch nach enger Verbundenheit mit der Stadt. Nicht nur nach Akzeptanz, sondern nach Zugehörigkeit. Danach, Teil dieser Stadtgesellschaft zu sein und Verantwortung mitzutragen.

Zwei Aussagen sind mir dabei besonders im Gedächtnis geblieben:
– „Gut genug reicht.“

– Und: „Mut zur Zukunft.“

Beides trifft einen Nerv. „Gut genug reicht“ heißt nicht, Ansprüche aufzugeben. Es heißt, handlungsfähig zu bleiben. Nicht jede Entscheidung lässt sich zu hundert Prozent absichern. Wer das versucht, riskiert am Ende Stillstand.

Und genau hier beginnt der Mut zur Zukunft. Dinge zu tun, Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu übernehmen – auch wenn nicht alles perfekt ist. Ja, das braucht Mut. Aber ohne diesen Mut werden wir dem Anspruch, unsere Stadt aktiv zu gestalten, nicht gerecht.

Erinnerung, Haltung und Zukunft gehören zusammen. Wer erinnert, weiß, warum Verantwortung zählt. Und wer mutig nach vorn schaut, trägt dazu bei, dass sich Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen – weder im Großen noch im Kleinen.

Das ist mein Eindruck dieser Woche.

Weitere Neuigkeiten:

  • Sonntag, 23. August 2026: Zuhören heißt für mich: hingehen. Und Führung heißt: Verantwortung übernehmen.

  • Freitag, 21. August 2026: Verantwortung heißt vorausdenken. Führung ist mehr als Verwaltung.

  • Sonntag, 16. August 2026: An diesem Wochenende konnte man gleich zweimal erleben, was Beteiligung und Gemeinschaft in Wilhelmshaven ausmachen.

  • Freitag, 14. August 2026: Die eigenen Hausaufgaben machen