Freitag, 01. Mai 2026: Zukunft braucht mehr als Standpunkte. Zwischen Transparenz, Ausgleich und Verantwortung

Gute Entscheidungen entstehen nicht nebenbei. Sie brauchen Transparenz, Austausch, den Blick nach vorn und die Bereitschaft, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen. Das gilt auch beim Zentralklinikum. Gleichzeitig müssen die bestehenden Standorte bis zur Fertigstellung handlungsfähig bleiben. Zukunft planen heißt nicht, die Gegenwart zu vernachlässigen.

Das gilt auch beim Weltnaturerbe Wattenmeer. Beim Wirtschaftsfrühstück des Clubs zu Wilhelmshaven hat Peter Südbeck vom Nationalpark Wattenmeer eindrucksvoll gezeigt, wie besonders dieser Ort ist. Wilhelmshaven ist dort, wo Weltnaturerbe und Weltwirtschaft unmittelbar aufeinandertreffen. Hafen, Industrie, Energie, Bundeswehr, Tourismus, Küstenlandschaft und Naturschutz liegen direkt beieinander. Genau daraus entsteht Verantwortung.
Naturschutz darf nicht erst am Ende eines Verfahrens gefragt werden, wenn eigentlich schon alles entschieden ist. Gleichzeitig hilft es nicht, wirtschaftliche Entwicklung grundsätzlich unter Verdacht zu stellen. Wir müssen beides denken. Schutz und Entwicklung. Verantwortung und Fortschritt. Energiewende und Naturerbe.

Heute, am 1. Mai, war ich am Pumpwerk. Bei bestem Wetter kamen viele Menschen zur DGB-Veranstaltung zusammen. Ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Solidarität und gute Arbeit. Der Tag ist politisch geprägt. Und die Werte, um die es geht – Würde der Arbeit, faire Bedingungen, Respekt vor Beschäftigten, soziale Sicherheit, Mitbestimmung – sind breiter demokratischer Konsens.

Auch die Diskussion um die Marion-Dönhoff-Schule und eine mögliche zweite IGS gehört in diesen Zusammenhang. Es geht um die Frage, wie wir diesen Standort bestmöglich nutzen und unsere gesamte Schullandschaft zukunftsfähig entwickeln.

Ein moderner Neubau ist großartig. Aber der allein reicht nicht. Entscheidend ist, welches pädagogische Konzept darin lebt. Deshalb irritiert mich der starke Aufschrei anderer Schulen. Schulentwicklung darf nicht bedeuten, dass die eine Schule gewinnt und die andere verliert. Aber wenn Schulen sich selbst erfolgreich profiliert haben und gerade wegen besonderer Konzepte Kinder aus der ganzen Stadt anziehen, sollte man einem anderen Standort nicht grundsätzlich verwehren, ebenfalls einen starken konzeptionellen Weg einzuschlagen.

Wenn steigende Schülerzahlen, Schulgrößen, Schülerströme und Elternwünsche zusammen betrachtet werden, kann daraus eine belastbare Gesamtplanung entstehen. Deshalb halte ich eine Elternbefragung, verbunden mit einer genauen Analyse der Schülerströme zwischen den weiterführenden Schulen, für richtig. Nicht gegen einzelne Schulen. Nicht über die Köpfe der Beteiligten hinweg. Sondern gemeinsam mit allen an einem Tisch.

Ob Gesundheitsversorgung, Weltnaturerbe, gute Arbeit oder Schulentwicklung. Entscheidende Aufgaben sind selten einfach.
•⁠ ⁠Beim Zentralklinikum heißt das, Zukunft planen und die Gegenwart absichern.
•⁠ ⁠⁠Beim Wattenmeer heißt das, wirtschaftliche Entwicklung ermöglichen und Naturschutz von Anfang an mitdenken.
•⁠ ⁠⁠Am 1. Mai heißt das, gute Arbeit, starke Unternehmen und soziale Verantwortung zusammendenken.
•⁠ ⁠⁠Und bei der Schulentwicklung heißt das, nicht nur Gebäude bauen, sondern pädagogische Zukunft gemeinsam gestalten.

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  • Freitag, 28. August 2026: Es geht um unsere Stadt. Nicht um das System.

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  • Freitag, 21. August 2026: Verantwortung heißt vorausdenken. Führung ist mehr als Verwaltung.

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