Sonntag, 27. September 2026: Digitalisierung muss man merken.
In der vergangenen Woche war zu lesen, dass Wilhelmshaven digitaler wird. Und das ist gut. Demnach können weitere Dienstleistungen des Bürgeramtes online erledigt werden. Gleichzeitig werden mit dem neuen Webauftritt, „Open Rathaus“ und dem geplanten virtuellen Bürgerbüro weitere Schritte vorbereitet.
Für mich ist dabei aber entscheidend – Digitalisierung ist nicht das Ziel. Sie ist ein Werkzeug, um Verwaltung einfacher, schneller und verlässlicher zu machen. Eine gute Verwaltung muss deshalb beides können: persönlich erreichbar sein und digitale Wege anbieten. Nicht jeder Mensch möchte oder kann jedes Anliegen online erledigen. Wer persönlich Unterstützung braucht, muss sie weiterhin bekommen. Wer einen Vorgang aber bequem von zu Hause erledigen kann, sollte dafür nicht ins Rathaus kommen müssen.
Genau das ist auch der Anspruch meines #Zukunftsplan2034: Verwaltungsleistungen sollen durchgängig digital nutzbar sein – mit verständlichen Verfahren, klaren Zuständigkeiten und verbindlichen Rückmeldungen. Gleichzeitig bleiben persönliche und analoge Angebote erhalten.
Und ich erwarte, dass Digitalisierung nicht an Organisationsgrenzen enden darf. Für Bürgerinnen und Bürger ist am Ende nicht entscheidend, ob eine Leistung von der Kernverwaltung, einem Eigenbetrieb oder einer städtischen Gesellschaft erbracht wird. Sie erleben Wilhelmshaven als eine Stadt. Als Konzern Stadt sollten wir so denken und handeln. Das bedeutet für mich gemeinsame Standards, abgestimmte Systeme und möglichst gleiche Geschwindigkeiten. Nicht jede Gesellschaft muss dieselbe Software einsetzen. Aber unsere digitalen Angebote müssen zusammenpassen. Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Gäste sollten sich nicht jedes Mal neu orientieren müssen, nur weil hinter einer Leistung organisatorisch eine andere Einheit steht.
Der Zukunftsplan beschreibt den Anspruch bereits klar: Stadt und städtische Unternehmen sollen nach gemeinsamen Standards und auf gemeinsame Ziele hin arbeiten. Ein Konzern. Ein Kurs.
Gerade für unsere Wirtschaft ist das wichtig. Mein Zukunftsplan sieht deshalb für Unternehmensfälle einen klaren „Digital first“-Ansatz vor: Online-Anträge, Status-Tracking, verbindliche Rückmeldungen und konkrete Servicestandards. Denn Digitalisierung ist erst dann erfolgreich, wenn aus einem digitalen Antrag auch ein schnellerer und transparenterer Prozess wird.
Dazu gehört für mich auch, Fortschritt messbar zu machen. Wie lange dauern Verfahren? Wo entstehen Wartezeiten? Wo funktionieren digitale Prozesse bereits gut – und wo müssen wir nachsteuern? Moderne Verwaltung bedeutet nicht nur, neue Angebote einzuführen, sondern ihre Wirkung regelmäßig zu überprüfen.
Bis zum 1. November geht deshalb auch in dieser Woche die Vorbereitung weiter. Es stehen weitere Gespräche und Abstimmungen an, damit aus den Zielen Schritt für Schritt konkrete Arbeit werden kann.
Eine moderne Verwaltung erkennt man nicht daran, wie viele digitale Projekte sie hat. Sondern daran, wie einfach sie den Menschen das Leben macht.
#miteinanderWHV2034 #Zukunftsplan2034
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Sonntag, 27. September 2026: Digitalisierung muss man merken.