Sonntag, 17. Mai 2026: Der Norden liefert, wenn Politik die Leitplanken setzt
Aus Wilhelmshaven nach Berlin – Energiepolitik, die Projekte möglich macht.
Diese Woche steht für mich ganz im Zeichen der Energiepolitik. Nicht abstrakt, nicht aus der Distanz, sondern dort, wo Rahmenbedingungen gesetzt, Weichen gestellt und Projekte möglich gemacht werden müssen: in Berlin.
Im Mittelpunkt steht die Veranstaltung des ENERGY HUB Port of Wilhelmshaven. Dafür habe ich Urlaub genommen – ganz bewusst, weil ich überzeugt bin, dass es wichtig ist dabei zu sein, wenn Wilhelmshaven dort sichtbar wird, wo energiepolitische Rahmenbedingungen entschieden werden.
Wilhelmshaven war immer Energiestandort. Und Wilhelmshaven wird auch künftig eine wesentliche Energiedrehscheibe für Deutschland bleiben. Trotz mancher Unkenrufe. Vielleicht sogar gerade deshalb. Denn die Energiewende entscheidet sich nicht in Überschriften, sondern in Infrastruktur, Investitionen, Projekten, Genehmigungen, Netzen, Importstrukturen, Speicherlösungen und industrieller Umsetzung.
Genau dafür steht der ENERGY HUB Port of Wilhelmshaven – nicht für abstrakte Verbandsperspektiven, sondern für konkrete Projekte. Für Unternehmen, die planen, investieren und umsetzen wollen. Für einen Standort, an dem erneuerbare Energien, Wasserstoff, Carbon Management, Hafeninfrastruktur und industrielle Wertschöpfung zusammenkommen.
Die politischen Signale für bessere Rahmenbedingungen sind zuletzt positiver geworden. Aber sie reichen noch nicht aus. Der Wasserstoffhochlauf, systemdienliche Elektrolyse, Netzentgelte, Abgaben, Baukostenzuschüsse, Nachfrageabsicherung und Investitionssicherheit sind keine Randfragen. Sie entscheiden darüber, ob Projekte tatsächlich realisiert werden — oder ob Chancen liegen bleiben.
Deshalb ist es so wichtig, dass Wilhelmshaven sich in Berlin als das präsentiert, was es ist: der Energiestandort. Als Unternehmens- und Projektverbund. Mit Substanz. Mit Realismus. Mit klaren Erwartungen an die Politik. Und mit der Perspektive derer, die nicht nur über Transformation sprechen, sondern sie umsetzen wollen.
Der ENERGY HUB hat sich mit diesen Formaten inzwischen einen Namen gemacht. Das ist gut für Wilhelmshaven, gut für die Region und wichtig für die nationale Energiepolitik. Denn wer Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz zusammenbringen will, kommt an unserem Standort nicht vorbei.
Am Freitag steht dann noch ein Unternehmensbesuch an. Dazu mehr in der Wochenrückschau.
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