Freitag, 18. September 2026: Jetzt beginnt etwas Neues.

Was für eine Woche. Seit Sonntag haben mich unglaublich viele Nachrichten erreicht. Dazu kommen Kommentare, Anrufe und persönliche Begegnungen. Manche nur mit wenigen Worten, andere sehr persönlich und emotional.

Ich möchte einfach Danke sagen. Für die Glückwünsche. Für die vielen wertschätzenden Worte. Für die Ermutigung. Und vor allem für den großen Vertrauensvorschuss, der mit meiner Wahl verbunden ist. Vielleicht lässt sich mein Gefühl in diesen Tagen am besten mit drei Worten beschreiben: Vorfreude, Respekt und Demut.

Ich würde am liebsten sofort anfangen. Gleichzeitig weiß ich sehr genau, welche Verantwortung mit diesem Amt verbunden ist. Am 1. November beginnt nicht einfach ein neuer Job. Dann übernehme ich gemeinsam mit einer großen Verwaltung Verantwortung für unsere Stadt und ihre Menschen.

Seit Donnerstag ist das Wahlergebnis auch offiziell festgestellt. Damit liegt der Wahlkampf nun endgültig hinter mir. Mein Blick geht nach vorn: auf den 1. November und darauf, mich so gut wie möglich auf diese neue Verantwortung vorzubereiten.

Deshalb stand diese erste Woche nach der Wahl vor allem im Zeichen der Vorbereitung. Erste Gespräche wurden geführt, weitere werden folgen. Ich möchte die kommenden Wochen sehr bewusst nutzen, um mich fachlich und organisatorisch auf den Amtsantritt vorzubereiten. Gleichzeitig gilt es, meine bisherigen Aufgaben bei der WiKi und der Berufsakademie ordentlich zu übergeben. Ein guter Anfang braucht auch einen guten Abschluss.

Zu diesem Neustart gehört auch der neu gewählte Rat. In diesen Tagen konstituieren sich die Fraktionen, Gespräche über die Zusammenarbeit der kommenden Jahre beginnen. Das ist richtig und wichtig. Ich wünsche mir dabei, dass wir uns die Zeit nehmen, miteinander zu sprechen und nicht vorschnell Strukturen für die kommenden Jahre festzuschreiben.

Denn eines bleibt für mich auch nach dem Wahlkampf unverändert: Wilhelmshaven wird nur im Zusammenspiel von Rat, Oberbürgermeisterin und Verwaltung vorankommen. Dazu gehören unterschiedliche Positionen und auch politische Auseinandersetzungen. Aber am Ende brauchen wir die Bereitschaft, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen. Genau dieses Miteinander möchte ich ab dem 1. November mit Leben füllen.

Und damit möchte ich schon jetzt anfangen. Ich suche die Abschlussklasse 2034.

In meinem Zukunftsplan habe ich versprochen, dass der Dialog mit den Menschen nach der Wahl nicht endet. Eines der Formate, auf das ich mich dabei besonders freue, ist die „Abschlussklasse 2034“.

Meine Amtszeit endet 2034. Acht Jahre sind für Erwachsene vielleicht ein überschaubarer Zeitraum. Für Kinder sind sie ein riesiger Teil ihres Lebens. Deshalb suche ich eine heutige 5. Klasse, die mich durch diese acht Jahre begleitet.

Wir wollen uns regelmäßig treffen und gemeinsam schauen: Wie verändert sich Wilhelmshaven? Was ist besser geworden? Wo hakt es noch? Was wünschen sich Kinder und Jugendliche von ihrer Stadt – und verändert sich dieser Blick, wenn aus Fünftklässlerinnen und Fünftklässlern junge Erwachsene werden?

Und wenn sie möchten, sollen auch ihre Familien Teil dieses Weges sein. Denn eine Stadt wird von unterschiedlichen Generationen ganz unterschiedlich erlebt. Was beschäftigt die Kinder, was ihre Eltern, Geschwister oder Großeltern? Was verändert sich für eine Familie über acht Jahre – und wie nimmt sie dabei die Entwicklung ihrer Stadt wahr? Genau diese unterschiedlichen Perspektiven möchte ich immer wieder zusammenbringen.

Die Klasse soll aber auch erleben, wie Stadt funktioniert: Rathaus, Verwaltung und Kommunalpolitik kennenlernen, Sitzungen besuchen, an Veranstaltungen teilnehmen, Fragen stellen, diskutieren und erfahren, wie aus einer Idee eine Entscheidung und im besten Fall eine sichtbare Veränderung wird.

So soll über acht Jahre ein ganz besonderer Blick auf Wilhelmshaven entstehen – durch die Augen einer Generation, die mit unserer Stadt erwachsen wird, und der Menschen, die sie auf diesem Weg begleiten.

Und 2034 schauen wir gemeinsam zurück. Ich finde den Gedanken wunderschön: Eine Schulklasse wächst acht Jahre lang – und unsere Stadt hoffentlich mit ihr.

Natürlich werden nicht alle bis 2034 denselben schulischen Weg gehen. Für einige wird die Schulzeit bereits vorher beendet sein. Sie werden vielleicht eine Ausbildung machen oder abgeschlossen haben, arbeiten, eine weiterführende Schule besuchen oder einen ganz anderen Weg gegangen sein. Genau das gehört zur Idee: Wir möchten die jungen Menschen unabhängig von ihrem Bildungs- und Lebensweg bis 2034 begleiten und erleben, wie sie erwachsen werden – und wie sich gleichzeitig ihre Stadt entwickelt.

Welche 5. Klasse hat Lust, diesen Weg mit mir zu gehen? Klassen und Lehrkräfte können sich formlos unter wir@miteinanderwhv.de melden. Schreibt kurz, wer Ihr seid und warum Ihr dabei sein möchtet. Alles Weitere – von der konkreten Ausgestaltung bis zur Einbindung der Familien – stimmen wir anschließend gemeinsam mit der Schule und Eltern ab.

Ich freue mich sehr darauf, Euch kennenzulernen. Der Wahlkampf ist vorbei. Das Miteinander nicht.

Weitere Neuigkeiten:

  • Sonntag, 20. September 2026: Aus einem Plan wird Schritt für Schritt konkrete Arbeit.

  • Freitag, 18. September 2026: Jetzt beginnt etwas Neues.

  • Sonntag, 13. September 2026: Wilhelmshaven, danke für dieses unglaubliche Vertrauen.

  • Freitag, 11. September 2026: Gemeinsam Verantwortung übernehmen.