Freitag, 05. Juni 2026: Einmal ESV, immer ESV. Echte Vereinsarbeit – mehr als ein Foto.
Diese Woche zeigt deutlich, worum es in der Kommunalpolitik gehen muss: Darum, dass Dinge endlich umgesetzt werden.
Der ESV Wilhelmshaven bekommt 1,08 Millionen Euro Bundesförderung für die Sportanlage an der Güterstraße. Das ist eine richtig gute Nachricht. Für den Verein. Für die Ehrenamtlichen. Für die Trainerinnen und Trainer. Für die vielen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die dort Sport treiben.
Und für mich persönlich. Ich bin seit 2012 Mitglied beim ESV, spiele hier regelmäßig Fußball. Für mich gilt wie für viele andere auch: einmal ESV, immer ESV. Der ESV ist ein echter Stadtteilverein. Oft Underdog. Aber mit einer Seele, die man sofort spürt.
Besonders stark ist der Verein in Integrationsarbeit. Als wir 2015 die Erstaufnahme für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im CVJM eröffnet haben, war der ESV sofort bereit zu unterstützen. Die Jungs konnten einfach mittrainieren. Ohne Vereinsausweis. Ohne große Hürden. Einfach Fußball spielen. Einfach dazugehören. So ist der ESV.
Umso wichtiger ist es, dass der Platz nun endlich neu gemacht wird. Denn bei aller Begeisterung und allem persönlichen Engagement vor Ort: Die Plätze sind oft nicht bespielbar, das Vereinsheim ist an einigen Stellen abgängig, die Kabinen sind zu klein, dieDuschen nicht zeitgemäß. Großartig, dass alle Beteiligten im Verein so lange durchgehalten haben. Viele haben über Jahre daran gearbeitet, nicht lockergelassen.
Ab jetzt zählt nur die Umsetzung. Glückwunsch an den ESV.
Wir müssen unseren Job machen. Und wir müssen weiterdenken. Vereine sind mehr als Freizeit. Sie sind Bildung, Gesundheit, Integration, Zusammenhalt und Zukunft. Deshalb will ich Vereinsförderung stärker mit einem Bildungsauftrag verbinden. Weniger Bürokratie. Klare Kriterien. Gute Begleitung durch die Verwaltung. Unterstützung für Vereine, die Verantwortung im Stadtteil übernehmen. Denn die Seele in vielen Vereinen stimmt längst. Unsere Aufgabe ist es, endlich die Bedingungen zu schaffen, die dazu passen.
Auch meine beiden Zukunftsfahrten in dieser Woche haben gezeigt, wie wichtig Zuhören ist. In Fgroden war ich mit Marlies Kaffeetrinken. Wir haben über echte Bürgerbeteiligung gesprochen. Über Müll. Straßen. Den Service der Verwaltung. Und darüber, was passiert, wenn Menschen Hilfe brauchen, aber nicht richtig weiterkommen.
In Bant war ich morgens um 7 Uhr bei Rainer und seiner Frau. Mit Croissants und Kaffee. Es ging um berufliche Selbstständigkeit, kleine Unternehmen, Existenzgründungen und die Frage, wie Verwaltung Wege einfacher machen kann. Nicht schwerer. Was noch? Voslapper Groden, die Energiewende, Wirtschaft und Naturschutz.
Danke an Marlies, Frank und Annette, dass sie mit mir ihren Blick auf die Stadt geteilt haben.
Und was noch? Mein Gespräch mit Dr. Müller von der Agentur für Arbeit. Organisationsentwicklung, Kulturwandel und bessere Zusammenarbeit zwischen Behörden.
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