Sonntag, 26.07.2026: Grüne Stadt am Meer. Nicht als Schlagwort. Sondern als Auftrag.

In meinen Wochenvorschauen über den Sommer richte ich den Blick auf die einzelnen Zukunftsfelder des #Zukunftsplan2034. Dieses Mal steht das Zukunftsfeld „Klima, Umwelt & Natur“ im Mittelpunkt.

Wilhelmshaven ist Energiestandort, Küstenstadt und Heimat des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer. Genau darin liegt eine besondere Verantwortung – aber auch eine große Chance. Klimaschutz, Naturschutz und Lebensqualität gehören für mich zusammen. Deshalb möchte ich – wie in den vergangenen Wochen – zwischen laufendem Haushalt und zusätzlichen Zukunftsinvestitionen unterscheiden.

Mein Schwerpunkt wäre eine Pflege- und Klimaoffensive für unsere Stadtteile. Dazu gehören für mich:

  • die Überprüfung und Neukonzeption des Pflegekonzepts für öffentliche Grünanlagen mit klaren Qualitätsstandards und Pflegeintervallen
  • Patenschaften für Grünflächen, bei denen Schulen, Kitas, Vereine und Nachbarschaften Verantwortung übernehmen können
  • ein Baum- und Begrünungsprogramm für besonders heiße und stark versiegelte Bereiche wie Schulhöfe, Spielplätze und Plätze
  • sowie ein öffentliches Grünflächenmonitoring, das transparent macht, welche Maßnahmen umgesetzt wurden und wo weiterer Handlungsbedarf besteht.

Denn gepflegte Grünanlagen sind weit mehr als nur schön anzusehen. Sie verbessern das Stadtklima, fördern die Artenvielfalt und erhöhen die Lebensqualität in unseren Stadtteilen.

Mein Investitionsschwerpunkt wäre eine saubere Jade. Dazu gehören Investitionen in moderne Abwasser- und Kanalsysteme, intelligente Steuerung bei Starkregen sowie die konsequente Trennung von Regen- und Schmutzwasser. Es darf nicht sein, dass bei Starkregen Schmutzwasser in die Jade gelangt – ausgerechnet dort, wo Menschen baden und das Weltnaturerbe Wattenmeer geschützt werden soll.

Ebenso wichtig bleibt für mich die Energiewende vor Ort. Kommunale Wärmeplanung, Mieterstrom und Solarenergie müssen den Menschen in Wilhelmshaven konkret nutzen. Bezahlbar, praktikabel und sozial gerecht.

Mich interessiert Ihre Meinung:

  • Wo braucht Wilhelmshaven mehr Grün und mehr Aufenthaltsqualität?
  • Welche Umwelt- und Klimathemen sollten wir zuerst anpacken?
  • Was bedeutet für Sie eine lebenswerte Küstenstadt?

 

Noch ein kleiner Blick zurück – am Freitag durfte ich das 60-jährige Jubiläum der Freitagsrunde besuchen. Ein Satz ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: „Vertrauen braucht Zeit. Regelmäßigkeit ist wichtig. Und manchmal reicht auch eine 1b-Lösung.“

Dieser Gedanke passt auch zu diesem Handlungsfeld. Eine grüne und klimaresiliente Stadt entsteht nicht durch eine einzelne große Maßnahme. Sie entsteht durch kontinuierliche Arbeit: durch regelmäßig gepflegte Grünflächen, neu gepflanzte Bäume, verlässliche Investitionen in unsere Infrastruktur und viele kleine Verbesserungen in den Stadtteilen.

Und manchmal müssen wir anfangen, bevor die perfekte Lösung gefunden ist. Ein erster entsiegelter Platz, ein schattiger Schulhof oder eine übernommene Grünpatenschaft sind vielleicht noch nicht die 1a-Gesamtlösung. Aber sie sind konkrete Schritte, die heute schon etwas verändern.

Gute Politik bedeutet für mich deshalb nicht, immer neue Schleifen zu drehen. Sie bedeutet, Ziele klar zu benennen, vernünftige Entscheidungen zu treffen und regelmäßig zu überprüfen, ob wir auf dem richtigen Weg sind. So entstehen sichtbare Fortschritte – und Vertrauen.

Ich freue mich auf weitere Gespräche und neue Einblicke in der kommenden Woche:

📍Miteinander unterwegs: 31.07.26 um 16 Uhr in der Innenstadt.

#miteinanderWHV

#Zukunftsplan2034

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