Sonntag, 19.07.2026: Viele kleine Nachrichten. Eine große Chance für Wilhelmshaven.

Wirtschaft entsteht nicht von allein.

Zukunft auch nicht.

In meiner Wochenvorschau richte ich den Blick auf den #Zukunftsplan2034. Dieses Mal auf das Zukunftsfeld „Wirtschaft & regionale Wertschöpfung“. Wilhelmshaven hat eine historische Chance. Nicht irgendwann. Sondern jetzt.

Diese Woche wurde berichtet, dass von Wilhelmshaven aus seit Anfang Juli regelmäßig Offshore-Windparks in der Nordsee versorgt werden. Ersatzteile, Material und Technik werden hier verladen. Auch Besatzungswechsel finden künftig in Wilhelmshaven statt. Das ist mehr als ein neuer Auftrag. Es ist eine weitere Nachricht, die sich in eine ganze Reihe von Entwicklungen einfügt. Wie einzelne Puzzleteile entsteht daraus ein immer deutlicheres Bild:

  • maritime Wirtschaft und Hafenlogistik
  • ⁠Energie und Offshore-Windkraft
  • Industrie und Produktion
  • Chemie und neue Zukunftstechnologien
  • Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft
  • der größte Bundeswehrstandort Deutschlands

Auch dass zuletzt ein Investor an die Zukunft von Vynova und damit an unseren Standort glaubt, ist ein wichtiges Signal. Gerade unter den derzeit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist das alles andere als selbstverständlich.

Die entscheidende Frage ist nicht nur, welche großen Investitionen nach Wilhelmshaven kommen. Die entscheidende Frage ist: Wie viel Wertschöpfung bleibt dauerhaft in unserer Stadt und in unserer Region? Großprojekte allein schaffen noch keinen starken Wirtschaftsstandort. Entscheidend ist, dass auch unsere Handwerksbetriebe, der Mittelstand, der Einzelhandel, die Gastronomie, Dienstleistungsunternehmen und die Kulturwirtschaft davon profitieren.

Dafür braucht es eine Stadtverwaltung, die wirtschaftliche Entwicklung nicht nur begleitet, sondern aktiv ermöglicht. Und es braucht eine Oberbürgermeisterin, die Wilhelmshavens Chancen offensiv kommuniziert, Netzwerke aufbaut und in konkreten Gesprächen und Verhandlungen die Interessen unserer Stadt selbstbewusst vertritt.

Auch dafür gab es in dieser Woche ein gutes Beispiel: Die Wandscher Gruppe investiert rund zwei Millionen Euro in einen neuen Opel-Standort in Wilhelmshaven. Der Geschäftsführer hat ausdrücklich die schnelle und konstruktive Zusammenarbeit mit Bauamt und Wirtschaftsförderung hervorgehoben. Die Baugenehmigung sei innerhalb von zwei Monaten erteilt worden – nach seiner Aussage so schnell wie an keinem anderen Standort des Unternehmens. Auch das gehört zur Wahrheit. Über unsere Verwaltung wird oft geschimpft. Kritik muss dort ausgesprochen werden, wo sie berechtigt ist. Aber genauso sollten wir anerkennen, wenn gute Arbeit geleistet wird. Denn eine funktionierende Verwaltung ist ein echter Standortvorteil.

Mein erster Schwerpunkt im Doppelhaushalt 2027/28 wäre deshalb: schnellere, digitale und verbindliche Verwaltungsverfahren. Unternehmen müssen wissen, woran sie sind. Anträge dürfen nicht zwischen Zuständigkeiten liegen bleiben. Es braucht klare Ansprechpartner, transparente Verfahren und verlässliche Rückmeldungen.

Dazu gehören für mich:

  • digitale Anträge mit nachvollziehbarem Bearbeitungsstand
  • verbindliche Rückmelde- und Bearbeitungszeiten
  • schnelle Erstreaktionen bei Flächen- und Standortanfragen
  • regelmäßige Berichte über offene Vorgänge und tatsächliche Bearbeitungszeiten

Gleichzeitig müssen wir Mittelstand, Handwerk und inhabergeführte Betriebe gezielt stärken. Leerstände müssen schneller nutzbar werden. Pop-up-Konzepte, Zwischennutzungen und lokale Stadtgutscheine können neue Impulse schaffen. Auch Tourismus, Veranstaltungen und Kultur gehören zur Wirtschaftspolitik. Sie bringen Menschen in die Stadt, stärken Gastronomie und Einzelhandel und machen Wilhelmshaven als Standort sichtbarer.

Ein weiterer Schwerpunkt muss die Fachkräftesicherung sein. Unternehmen, Handwerk, Bundeswehr, Schulen, Hochschule, Agentur für Arbeit, Jobcenter und Verwaltung müssen stärker zusammenarbeiten. Gerade Soldatinnen und Soldaten, die aus der Bundeswehr ausscheiden, sind hervorragend ausgebildete Fachkräfte. Wir müssen ihnen konkrete berufliche Perspektiven in Wilhelmshaven bieten.

Wilhelmshaven kann zu einem starken Wirtschaftsstandort im Norden werden. Mit Hafen, Energie, Industrie, Logistik, Bundeswehr und Wissenschaft haben wir ein außergewöhnliches Fundament. Aber Zukunft entsteht nicht von allein. Sie braucht Strategie. Sie braucht Mut. Sie braucht eine Verwaltung, die Entscheidungen möglich macht. Und sie braucht eine Oberbürgermeisterin, die diese Entwicklung aktiv vorantreibt, Partner gewinnt und die Interessen Wilhelmshavens selbstbewusst vertritt.

Mich interessiert Ihre Meinung:

  • Wo liegen die größten wirtschaftlichen Chancen für Wilhelmshaven?
  • Was muss sich in der Verwaltung verbessern?
  • Wie sorgen wir dafür, dass Wertschöpfung und gute Arbeitsplätze dauerhaft hier bleiben?

 

P.S. Diese Woche vor Ort:

📍 Montag: Heimspiel beim Bürgerverein Fedderwardergroden

📍 Freitag: 60 Jahre Freitagsrunde – Jubiläum

Ich freue mich auf viele Gespräche und Begegnungen.

#miteinanderWHV

#Zukunftsplan2034

Weitere Neuigkeiten:

  • Sonntag, 19.07.2026: Viele kleine Nachrichten. Eine große Chance für Wilhelmshaven.

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  • Sonntag, 12. Juli 2026: Bildung darf kein Stückwerk sein.

  • Freitag, 10. Juli 2026: Kultur verbindet. Aber nicht von allein.