Freitag, 17.7.2026: Unterwegs in Wilhelmshaven. Und jeden Tag lerne ich unsere Stadt neu kennen.
Ich dachte immer, ich kenne Wilhelmshaven ziemlich gut. Doch in den vergangenen Wochen habe ich Straßen, Ecken und Nachbarschaften gesehen, die mir bislang kaum vertraut waren.
Ich sehe Menschen, die mit viel Liebe ihre Häuser, Gärten und ihr direktes Umfeld gestalten. Und ich sehe Orte, an denen deutlich wird, dass nicht alle Menschen unter guten Bedingungen leben. Das macht mich nachdenklich und besorgt. Auch das gehört zur Realität unserer Stadt. Wer Verantwortung übernehmen will, muss genau hinschauen und darf solche Unterschiede nicht ausblenden.
Besonders bewegt hat mich in dieser Woche die Zukunftsfahrt nach Bant. Mein Gesprächspartner lebt seit vielen Jahren dort, ist engagiert und leidenschaftlicher Wilhelmshavener. Ihn beschäftigt eine Frage, die auch mich umtreibt: Wie schaffen wir es, unsere Stadt trotz knapper werdender finanzieller Mittel lebenswert zu erhalten und weiterzuentwickeln? Wir waren uns einig, dass es dafür eine Verwaltung braucht, die nicht alles selbst machen will, sondern Menschen unterstützt, die Verantwortung übernehmen. Ehrenamt, Nachbarschaft und Vereine sind kein Ersatz für die Stadt. Aber sie sind eine ihrer größten Stärken.
Bei meinen vielen Wegen und Gesprächen durch Wilhelmshaven erlebe ich immer wieder, wie freundlich, offen und zugewandt die Menschen hier sind. Ich sehe gelebte Nachbarschaft in allen Stadtteilen. Manchmal ganz einfach mit zwei Klappstühlen vor der Haustür. Und ich merke, dass eine sachliche, ideologiefreie und lösungsorientierte Verwaltungsarbeit auf großes Interesse stößt.
In dieser Woche hatte ich im Rahmen der Wochenvorschau das Zukunftsfeld Bildung, Fachkräfte und Wissenschaft in den Mittelpunkt gestellt. Für mich beginnt Zukunft nicht erst an der Hochschule, sondern bereits in der Kita. Entscheidend ist, dass Übergänge funktionieren und niemand auf seinem Bildungsweg verloren geht. Projekte wie „meet a scientist“, bei denen Wissenschaft direkt in die Schulen kommt, zeigen, wie gute Vernetzung aussehen kann. Genau solche Kooperationen zwischen Schule, Hochschule, Wissenschaft und Stadt brauchen wir häufiger. Ich freue mich über die Berichterstattung in der WZ. Das gilt auch für die Ergebnisse der Befragung des Streetworker-Teams – junge Menschen wissen sehr genau, was ihnen fehlt: Bezahlbare Freizeitangebote, gute Treffpunkte, Mobilität und gemeinsame Erlebnisse. Es ist eben wichtig, Jugendlichen zuzuhören. Ihre Perspektive gehört in die Entscheidungen unserer Stadt.
#miteinanderWHV
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