31. Oktober 2025: Wilhelmshaven packt an.
Manchmal tut es gut, bei all den Scharmützeln in unserer Stadt einen Moment innezuhalten und auf das zu schauen, was uns wirklich voranbringt. Diese Woche zeigte genau das: Engagement, Ideen, Zusammenhalt – über Stadtgrenzen und Zuständigkeiten hinaus.
Beim Heimspiel im Tierschutzverein Wilhelmshaven wurde spürbar, wie viel Herzblut hinter einer oft stillen Arbeit steckt. Fünfzehn Beschäftigte und viele Ehrenamtliche stemmen dort Tag für Tag Herausforderungen, die andere kaum wahrnehmen – von Tierschutz über Auflagen bis zu Notfällen, wenn plötzlich fünfzig Katzen ein neues Zuhause brauchen. Es ist beeindruckend, wie selbstverständlich diese Arbeit läuft – und wie eng die Zusammenarbeit mit Stadt und Land funktioniert.
Früh am Dienstag dann die Zukunftsfahrt nach Siebethsburg – eigentlich eher ein Frühstücksgespräch im Morgengrauen. Michael und seine Frau sprachen über Existenzgründung in Wilhelmshaven: über fehlende Beratungsstrukturen, über Stolpersteine bei Miete und Förderung, aber auch über den Stolz, inzwischen Gewerbesteuer zu zahlen und den ersten Mitarbeitenden eingestellt zu haben. Der Gedanke blieb hängen: Wenn wir Gründung und Innovation wirklich wollen, müssen wir sie auch sichtbar wertschätzen.
Ein passender Übergang zur Eröffnung des Digitalen Innovationszentrums JadeBay: Olaf Lies sprach von Region und Kooperation statt Kirchturmdenken – und traf damit einen Nerv. Innovation ist kein Modewort, sondern Haltung. Wer Neues wagt, verändert eine Region. Die JadeBay kann genau dafür Motor sein.
Und während am Hafen der „Wilhelmshaven Express“ getauft wurde – ein Containerriese, der künftig unseren Namen über die Weltmeere trägt – wurde einmal mehr deutlich: Diese Stadt ist längst Teil größerer Verbindungen. Wirtschaftlich, wissenschaftlich, gesellschaftlich.
Vielleicht ist das das Bild dieser Woche: Wilhelmshaven als Stadt, die anpackt, vernetzt, ausprobiert. Nicht frei von Widerspruch, aber voller Bewegung.
Zum Reformationstag passt das gut: Fortschritt beginnt selten im Flüsterton. Widerspruch, neue Ideen und die Bereitschaft, Altes zu prüfen, sind kein Störgeräusch – sie sind der Anfang von Veränderung. Ein Gedanke, der auch unserer Stadt steht.
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