28. September 2025: Einheit heißt Zukunft: Weniger nörgeln. Mehr machen.
Am Freitag, 3. Oktober 2025, feiern wir den Tag der Deutschen Einheit. Ein Feiertag – ja (und ich freue mich auch auf ein verlängertes Wochenende). Vor allem aber ein Tag der Erinnerung daran, dass dieses Land Wandel kann: friedlich, demokratisch, gemeinsam. 1990 wurde die Einheit besiegelt – seither ist der 3. Oktober unser Nationalfeiertag.
Unser aktuelles Lagebild: Gegenwind – Sorgen sind real, aber Chancen auch.
Die Stimmung ist gedämpft, viele Betriebe spüren Zurückhaltung, Investitionen werden kritischer abgewogen. Die Arbeitslosigkeit liegt gegenüber dem Vorjahr höher, Aufträge kommen mancherorts später rein. Kurz: Die Lage macht nachdenklich – und die Sorgen vieler Menschen sind absolut nachvollziehbar. Dass große Unternehmen Strukturen anpassen, Kapazitäten drosseln oder Personal abbauen, sehen wir in verschiedenen Branchen. Das trifft Beschäftigte, Familien und ganze Regionen. Gleichzeitig gilt: Aus bloßem Meckern entsteht noch kein Arbeitsplatz. Entscheidend ist, dass wir die Energie der Kritik in Lösungen verwandeln – gemeinsam, pragmatisch, anpackend.
Einheit durch Arbeit – Chancen vor unserer Haustür
Genau hier setzt unser Weg an. „Einheit“ heißt auch: Wir bauen gemeinsam an der Zukunft. In Wilhelmshaven zeigt sich das ganz konkret – mit Infrastruktur, die Deutschland resilienter macht. Unser LNG-Standort sichert Versorgung und ist Brücke in die Transformation. Parallel wächst der ENERGY HUB Port of Wilhelmshaven. Der Hafen entwickelt sich, die Bundeswehr gewinnt an Bedeutung, unsere Flächenpotenziale sind enorm.
Die politische Botschaft des ZukunftsplanWHV ist eindeutig: Wir nutzen dieses Fundament – mit Strategie, Mut und starken Partnern.
Ich möchte, dass Wirtschaftskraft in Wilhelmshaven entsteht – und hier bleibt. Unser Standort hat alles: den Hafen der Zukunft, eine Schlüsselrolle in der Energieversorgung, industrielle Ansiedlungen im Net-Zero-Valley ohne zusätzliche Emissionen sowie den größten Bundeswehrstandort Deutschlands. Dieses Fundament müssen wir klug nutzen. Mit klarer Strategie, Mut und starken Partnerschaften schaffen wir Wertschöpfung vor Ort – davon profitieren nicht nur die großen Projekte, sondern auch Handwerk, Handel, Dienstleistungen und die Kulturwirtschaft.
Wilhelmshaven ist Zukunftsstandort. Hafen, Energie, Net Zero Valley und die Bundeswehr sind unsere Trümpfe – aber sie entfalten Wirkung nur mit klaren Zielen: Wir binden Wertschöpfung vor Ort, ziehen Investitionen an, stärken Mittelstand und Einzelhandel, entwickeln den Tourismus zum ganzjährigen Faktor. Wirtschaftskraft entsteht nicht nur in Großvorhaben, sondern ebenso in den Quartieren, bei Gründerinnen und Gründern, im Handwerk, in Dienstleistungen und Kultur.
Was wir können – und was jetzt zählt
Tag der Deutschen Einheit heißt: Wir können Veränderung – wenn wir uns auf das konzentrieren, was funktioniert.
- Tempo bei Genehmigungen & Planungen: schnellere Verfahren, digitale Verwaltung, klare Prioritäten.
- Fachkräfte sichern: Qualifizierung, Zuwanderung, bessere Vereinbarkeit – damit aus Projekten Wertschöpfung wird.
- Standorte stärken: Energieinfrastruktur (LNG als Brücke, H₂ als Ziel), Netze, Häfen – besonders an der Küste.
- Industrie modernisieren: Effizienz, KI, Kreislaufwirtschaft – damit „Made in Germany“ wieder für Tempo steht.
- Miteinander statt Spaltung: Perspektiven aushalten, Lösungen zusammentragen – Populismus baut keine Leitungen, schafft keine Aufträge und sichert keine Jobs.
Mein Fazit zur Woche des 3. Oktober
Ja, die Lage ist ernst. Aber Deutschland kann Wandel – unsere Geschichte beweist es, aktuelle Projekte zeigen es. Es geht vorwärts. Nicht so schnell, wie wir es gerne hätten – aber es geht vorwärts. Und das gelingt nur gemeinsam: ohne Spaltung, ohne Hetze, mit Haltung und Handschlag-Qualität.
Ich freue mich auf diese Woche der Deutschen Einheit. Ich sehe und verstehe die Sorgen – und ich spüre die Chancen. Jetzt heißt es: weniger nörgeln, mehr machen.