24. August 2025: Mobilität & Verkehrswende – neue Wege für Wilhelmshaven.

Neue Wege gehen. Sicher. Flexibel. Klimafreundlich.

Mit dieser Woche widmen wir uns dem nächsten Handlungsfeld unserer Strategie: Mobilität und Verkehrswende. Ein Thema, das unser tägliches Leben ganz konkret berührt – egal ob auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen, in die Schule oder an den Südstrand. Mobilität ist Daseinsvorsorge. Sie entscheidet darüber, ob wir zuverlässig, klimafreundlich und komfortabel unterwegs sind – oder ob wir im Stau, im Regen oder auf schlechten Verbindungen hängenbleiben.

Wilhelmshaven ist heute noch stark autogeprägt. Aber wir haben die Chance, eine Mobilitätsstadt der Zukunft zu werden: mit Rad-Schnellachsen, die wirklich sicher sind; mit einem ÖPNV, der pünktlich und attraktiv fährt; mit Sharing-Angeboten, die Alltag und Tourismus gleichermaßen erleichtern. Und mit digital gesteuertem Verkehr, der Flüsse lenkt, statt sie zu blockieren.

ÖPNV, der wirklich funktioniert

Viele kennen die Probleme: unklare Takte, lange Wartezeiten, fehlende Abendverbindungen. Das geht besser.

Andere Städte zeigen, dass sich klassischer Linienverkehr mit flexiblen On-Demand-Angeboten kombinieren lässt. Genau das wollen wir auch hier: verlässliche Takte am Tag, Rufbusse oder Shuttles in den Randzeiten, bessere regionale Anbindung an Oldenburg, Friesland und Ostfriesland. Mobilität muss ein System für alle Zeiten sein – nicht nur werktags zwischen 7 und 17 Uhr.

Radverkehr – schnell, sicher, trocken

Wilhelmshaven hat breite Straßen und kurze Wege. Warum also nicht mutig nutzen?

Ich will echte Fahrrad-Schnellachsen: Nord–Süd, Ost–West, mit Trennung vom Autoverkehr, sicherer Querung und Winterdienst. Und ja, auch innovative Lösungen gehören dazu: überdachte Radwege mit Solardächern, die Strom erzeugen und zugleich Witterungsschutz bieten. Freiburg macht es vor – warum nicht auch Wilhelmshaven?

Tourismus und Mobilität zusammendenken

Mobilität ist nicht nur Alltag, sondern auch ein Wirtschaftsfaktor. Gäste wollen unsere Stadt einfach erleben – vom Hauptbahnhof zum Südstrand, von der Hochschule zum Banter See. Dafür brauchen wir kreative Angebote: Sharing-Räder und E-Scooter, aber auch touristische Mobilität, die Freude macht. Eine kleine E-Bahn, ein Fährshuttle am Bontekai oder smarte Verbindungen ins Umland können Aufenthaltsqualität und Wirtschaftskraft enorm steigern. Tourismus ist mehr als Sommer – Mobilität macht ihn ganzjährig erlebbar.

Parken, Teilen, Laden

Das Auto bleibt ein Teil der Mobilität – aber klüger eingebunden. Quartiersparkhäuser mit Ladepunkten, Carsharing-Flotten und Radboxen entlasten die Straßen. Wer im Zentrum parkt, soll es unkompliziert tun können – und wer elektrisch fährt, braucht verlässliche Ladeinfrastruktur. Digitalisierung hilft uns dabei: eine App für alles – Parken, ÖPNV, Sharing, Tickets. Einfach, transparent, modern.

Mobilität als Standortfaktor

Eine Stadt der kurzen Wege ist nicht nur angenehmer – sie ist auch attraktiver für Fachkräfte, Unternehmen und Familien. Mobilität ist Standortpolitik. Sie entscheidet mit darüber, ob wir wachsen, ob wir binden, ob wir Lebensqualität schaffen. Deshalb ist dieses Handlungsfeld so zentral.

Mein Fazit: Wilhelmshaven hat alle Voraussetzungen, um vom Autostandort zur Mobilitätsstadt der Zukunft zu werden. Die Ideen liegen auf dem Tisch. Jetzt brauchen wir Mut, Investitionen – und das gemeinsame Verständnis, dass Mobilität mehr ist als Straßenbau.

Und Sie? Was wünschen Sie sich für die Mobilität in Wilhelmshaven? Mehr Bus, mehr Rad, mehr Sharing? Oder etwas ganz anderes? Schreiben Sie mir – ich freue mich auf Ihre Gedanken.

#miteinanderWHV

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