25. Juli 2025: Gesellschaft beginnt im Alltag

Diese Woche hat einmal mehr gezeigt: Gesellschaft, Engagement und Zusammenhalt – unser erstes Handlungsfeld – ist keine abstrakte Strategie, sondern gelebter Alltag. Es geht um Menschen, die sich einbringen. Um Ideen, die uns verbinden. Und um die Frage, wie wir als Stadtgesellschaft gemeinsam vorankommen.

Resonanz auf das erste Handlungsfeld: Zusammenhalt, der bewegt

Die Rückmeldungen auf die Vorschau vom Sonntag waren stark – inhaltlich wie emotional. Viele haben sich gemeldet, Fragen gestellt, Ideen geteilt. Besonders erfreulich: Die Vorschläge zur Crowdfunding-Plattform und zu Bürgerhaushalten in den Sozialräumen wurden vielfach positiv aufgenommen. Man spürt: Wilhelmshaven will mitgestalten. Die Menschen hier packen an – mit Haltung und Herz.

Gleichzeitig haben aktuelle Ereignisse wie die Brandserie eine andere Facette unseres Zusammenlebens offengelegt: Unsicherheit, Sorge, Verunsicherung. Was viele beschäftigt: Was kann ich selbst tun?

Und genau hier schließt sich der Kreis: Denn Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung sind keine Randthemen. Sie sind Grundlage für Wohlbefinden, für Vertrauen, für gutes Zusammenleben. Oder anders gesagt: Sie sind der Kitt, der Gemeinschaft erst möglich macht.

Gesellschaft beginnt vor der Haustür

Ob beim Müll auf der Straße, dem Blick auf die Nachbarschaft oder dem Gespräch miteinander – gesellschaftlicher Zusammenhalt beginnt im Kleinen. Er zeigt sich im Alltag, nicht erst bei großen politischen Debatten. Deshalb werden Sauberkeit, Ordnung und Sicherheit auch ein zentraler Schwerpunkt meiner OB-Kandidatur sein – unter dem Leitbegriff „Wohlbefinden“.

Denn: Nur wenn wir uns sicher und wohlfühlen, entsteht echte Lebensqualität.

Es gibt meinerseits bereits konzeptionelle Überlegungen und erste Maßnahmenideen, wie wir hier gezielt ansetzen können. Aber: Ich halte nichts davon, solche Konzepte einfach rechthaberisch zu verkünden. Was auf dem Papier gut klingt, muss sich in der Praxis bewähren.

Deshalb setze ich auf den Dialog: Ab September werde ich vor Ort unterwegs sein – im Gespräch mit den Menschen in den Stadtteilen, in den Sozialräumen, in der Nachbarschaft. Dort, wo das tägliche Leben stattfindet. Die Herangehensweise, die ich als Oberbürgermeisterin verfolgen will, soll gemeinsam mit den Menschen einem Praxischeck unterzogen werden, bevor ein konkretes Maßnahmenpaket im kommenden Jahr vorgestellt wird. So entsteht ein Konzept, das nicht nur gut gemeint – sondern auch alltagstauglich, wirksam und realistisch ist.

Wirtschaft im Blick: Gespräche und Impulse

Diese Woche standen zwei Termine im Zeichen unserer wirtschaftlichen Zukunft:

(1) Gespräch mit der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung e.V.

Ein intensiver Austausch über Chancen, Herausforderungen und Perspektiven – von der Logistik bis zu den neuen „Netto-Null“-Industrien. Als Fachbeiratsmitglied der Wirtschaftsförderung weiß ich: Die Entwicklung unserer Wirtschaftsstruktur gelingt nur gemeinsam – im Schulterschluss von Verwaltung, Unternehmen und Zivilgesellschaft.

(2) KMU-Netzwerktreffen bei der PZT GmbH

Ein großartiges Beispiel dafür, wie Austausch und Kooperation im Mittelstand gelebt werden. Das Prüf- und Zertifizierungszentrum PZT steht für Qualität, Verlässlichkeit und internationale Vernetzung – ein echter Hidden Champion vor Ort. Die Netzwerktreffen sind ein niedrigschwelliges Format mit Wirkung: praxisnah, offen, dialogorientiert. So geht Wirtschaftsförderung auf Augenhöhe.

Mein Fazit der Woche: Ob Strategiegespräch, Bürgerdialog oder Wirtschaftstreffen – überall zeigt sich: Wilhelmshaven ist in Bewegung. Die Menschen wollen mitmachen, mitgestalten, mitverantworten. Und genau das ist der Kern einer starken Stadtgesellschaft.

Gesellschaft beginnt nicht im Rathaus. Sie beginnt bei uns allen – jeden Tag.

 

#miteinanderWHV

#ZusammenhaltWHV

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